Unter dem Titel „Tradition – Innovation – Naturstein: Baustoff für nachhaltige und kreislauffähige Baukonzepte“ lud der DNV am 21. April 2026 zum Parlamentarischen Abend in die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft nach Berlin ein. Die Schirmherrschaft übernahm die Bundestagsabgeordnete und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär.
Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie die Bau- und Gebäudewirtschaft – verantwortlich für rund 38 Prozent der globalen CO₂-Emissionen – nachhaltiger gestaltet werden kann. Einigkeit bestand darin, dass es nicht ausreicht, Emissionen nachträglich zu kompensieren. Vielmehr müsse der Fokus auf der konsequenten Vermeidung von Emissionen bereits in der Herstellungsphase liegen.
Hermann Graser, Präsident des DNV, eröffnete den Abend und betonte die Bedeutung traditioneller Baustoffe im Kontext moderner Nachhaltigkeitsstrategien. In ihren Grußworten hoben sowohl Bundesforschungsministerin Dorothee Bär als auch der Parlamentarische Staatssekretär Sören Bartol die Notwendigkeit hervor, innovative und zugleich praxistaugliche Lösungen für klimafreundliches Bauen zu fördern.
Fachliche Impulse lieferten Steve Webb, Board Director bei Webb Yates Engineers (London), mit seinem Vortrag „Structural Stone – A new staple building material“ sowie Prof. Dipl.-Ing. Arch. Benedikt Schulz, der Naturstein als zukunftsfähigen Massenbaustoff beleuchtete. Dabei wurde deutlich: Bauteile aus Naturstein können bei gleicher Funktionalität den sogenannten „Embodied Carbon“ im Vergleich zu konventionellen Materialien um über 80 Prozent reduzieren.
Fazit: Der Abend hat gezeigt, dass Naturstein als heimischer Baustoff ein erhebliches Potenzial für nachhaltiges Bauen bietet – vorausgesetzt, politische Rahmenbedingungen und Förderstrukturen werden entsprechend weiterentwickelt.












Fotos © Marc Beckmann Fotografie Berlin
