AUSLOBUNG

22. DEUTSCHER NATURSTEIN-PREIS

Auslober ist der Deutsche Naturwerkstein-Verband (DNV), Würzburg in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA), Berlin

Zulassungsbedingungen

Zugelassen zur Teilnahme am Deutschen Naturstein-Preis 2026 sind realisierte Arbeiten auf dem Gebiet der Architektur und des Städtebaus, der Sanierung und Erhaltung des Gebäudebestands sowie der Landschaftsarchitektur und Freiraumgestaltung, die nach dem 1. Januar 2020 unter Beteiligung von deutschen Fachbetrieben fertig gestellt wurden.

Preisverleihung 17.06.2026 Messe Nürnberg

DNP 2024

Download Auslobungsunterlagen

STONE+TEC Nürnberg, 19. - 22.06.2024

Preisverleihung

Der Deutsche Naturstein-Preis stellt Naturstein als einen nachhaltigen, zukunftsfähigen Baustoff in den Vordergrund, der hinsichtlich seiner Dauerhaftigkeit, der natürlichen Materialeigenschaften sowie der damit verbundenen materialgerechten Bearbeitungsmethoden im Zusammenspiel mit anderen Baustoffen vorbildlich ist.

Einreichungszeitraum: 10.10.2023 bis 31.01.2024

Die Preisverleihung fand auf der Fachmesse Stone+tec 2024 im Rahmen des Naturstein-Kongresses „Massive Baukonstruktionen aus Naturstein“ am 19.06.2024 in Nürnberg statt.

Preisträger Deutscher Naturstein-Preis (DNP) 2026

Der Neubau der Deutschen Botschaft in Wien von Schulz und Schulz zeigt sich als villenar­tiger Bau, deutlich aus der gründerzeitlichen Bauflucht gerückt, als eigenständiger Stadtbaustein, der die Funktion als wichtiges öffentlich-repräsentative Gebäu­­de mit einer angemessenen Würde vermittelt. Großzügigkeit ist hier die Devise, was den Raum und die Ausstrahlung betrifft, großzügig der Umgang mit dem kleinen umgebenden Garten, großzügig im Inneren mit Halle und Hof.

Architekturbüro: Schulz und Schulz Architekten GmbH,
Prof. A. Schulz, Prof. B. Schulz, Leipzig
Naturstein: Krastaler Marmor
Natursteinunternehmen: Lauster Steinbau GmbH
Fotos: tschinkersten fotografie, Wien

Der Wohnturm am Kureck in Wiesbaden, ein Projekt von Max Dudler, orientiert sich laut Verfasser am Campanile: Auch wenn es hier um ein Wohngebäude und nicht einen Sa­kralbau geht, trifft diese Anlehnung durchaus zu. Steht der Turm doch städtebaulich präzise am Endpunkt der für Wiesbaden prägenden Achse des Wilhelmstraße-Boulevards und fungiert zugleich als markantes Zeichen für das neue Stadtquartier Kureck.

Architekturbüro: Max Dudler GmbH, Berlin
Naturstein
: Dietfurter Kalkstein
Natursteinunternehmen: HOFMANN NATURSTEIN GmbH & Co. KG
Fotos: Stefan Müller, Berlin

Sieger in den Kategorien C-E

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Mehrfamilienhaus am Herzogpark, München
Kategorie C Innenräume von Gebäuden

Architekturbüro: Studio Mark Randel, Berlin
Naturstein: Travertin (Pietra dei Medici)
Natursteinunternehmen: Steininger Steinmetz
Foto: Simon Menges, Berlin

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Schlossgarten Osnabrück
Kategorie D Freiraumgestaltung und Landschaftsarchitektur

Architekturbüro: POLA Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Naturstein: Synogranit (Übergang Monzogranit), Lithische Grauwacke
Natursteinunternehmen: Steinzeit Natursteine Projekt GmbH
Foto: HANNS JOOSTEN, Berlin

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Naturparkzentrum Fichtelgebirge, Wunsiedel
Kategorie E Studentischer Nachwuchspreis

Entwurfsverfasser: Fabian Haase, Victoria Scherkamp,
Felix Hampel, Maximilian Krauße
Rendering: Victoria Schwerkamp

Laden Sie hier die Broschüre kostenlos herunter mit ausführlichen Infos zu den Preisträgern und den Besonderen Anerkennungen des DNP 2026

Vergangene Naturstein-Preisträger

Mit dem Wohnhochhaus „Drei Horizonte“ im Frankfurter Ostend gelingt dem Büro O&O Baukunst auf sehr unaufgeregte Weise eine überaus überzeugende Antwort auf die drängende Frage, wie qualitätvoller, verdichteter Wohnungsbau gestaltet werden kann. Die überragenden Qualitäten dieser vertikalen Wohnform werden sich mit der Zeit – nach der Inbesitznahme durch die Bewohner – nur noch weiter verstärken. Denn die Schönheit, Ruhe und Dauerhaftigkeit des Steins stehen dann in schöner Spannung zum neuen Leben in dieser Struktur: Hier können sich Erinnerungen festmachen! Hier ist Leben und Grün erwünscht!

Die Bauaufgabe für Architekten war die Ergänzung eines strengen Ensembles mit regionalen Natursteinen. Der Bucher Sandstein wurde weiterverwendet und die Fassade leicht modernisiert, wodurch eine eigene moderne Formensprache entstand. Die Gestaltung war sensibel und die Öffnungen wurden sparsam eingesetzt, um die Gesamtwirkung nicht zu stören. Sowohl die Fassaden als auch die Bibliothek im Inneren strahlen Ruhe und Gelassenheit aus. Die Verwendung des Natursteins verlieh dem Ensemble Eleganz und Selbstverständlichkeit. Ein Zitat von Jean Jaurès  kann hier ohne Zögern zitiert werden: „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“

Die Schleißheimer Straße in München ist im Vergleich zu anderen Prunkstraßen in der Stadt weniger architektonisch beeindruckend und geprägt von Alltagsarchitektur. Dennoch ist ein Projekt in dieser Straße ein gutes Beispiel dafür, wie der öffentliche Raum durch eine scheinbar unspektakuläre Architektur nachhaltig aufgewertet werden kann. Ein Architekturbüro hat ein Gebäude an der Ecke der Herzog- und Schleißheimer Straße errichtet, das den Stadtraum verbessert. Das Gebäude umfasst Einzelhandel im Erdgeschoss und qualitativ hochwertige Micro-Appartements darüber. Es zeichnet sich durch eine großzügige Natursteinfassade aus, die durch Loggien und große Fenster mit Holzrahmen dreidimensional strukturiert ist. Der Muschelkalk-Naturstein verleiht dem Gebäude eine besondere Eleganz und Aufenthaltsqualität im Straßenraum. Dieses Projekt zeigt, wie selbst bescheidene Straßenräume durch hochwertige Materialien und Gestaltung aufgewertet werden können.

Das Architekturbüro Lederer Ragnarsdóttir Oei wurde mit dem Deutschen Naturstein-Preis 2018 des Deutschen Naturwerkstein-Verbandes für den Neubau des Historischen Museums in Frankfurt am Main ausgezeichnet. Der Erweiterungsbau verbindet neue und alte Museumsteile mit einem städtischen Platz. Die Architekten wählten lokale Materialien wie Naturschiefer und Neckartäler Hartsandstein. Der Naturstein wurde in einer Stärke von 11 Zentimetern mit anthrazitfarbenem Vormauermörtel aufgemauert und in seiner Oberfläche ornamentiert, um seine Schönheit und Dauerhaftigkeit zu betonen. Das Museum zeigt den Naturstein als monolithischen Werkstoff, der dem Gebäude Charakter verleiht. Die Fassaden sind detailliert gestaltet, und Skulpturen schmücken die Umgebung des Museums. Das Gebäude fügt sich harmonisch in die Umgebung ein und schafft einen neuen öffentlichen Platzraum. Die Jury würdigte die Detailgenauigkeit und verlieh den Architekten den Deutschen Naturstein Preis 2018.

Das Zoofenster in Berlin-West ist ein städtisches Gebäude auf einem anspruchsvollen Grundstück, das sich gut in die Umgebung einfügt und den Stadtraum beeinflusst. Trotz seiner beträchtlichen Höhe von fast 120 Metern interagiert der Bau harmonisch mit der Umgebung. Der Sockel des Gebäudes strahlt in den Straßenraum und bildet einen Kontrast zur gläsernen Hochhausfassade. Die Verwendung von Kalkstein verleiht dem Gebäude eine homogene Erscheinung, während subtile Oberflächenunterschiede und horizontale Rillen die Integration in die Umgebung betonen. Die Verarbeitung des Steins und das Zusammenspiel mit den Fenstern zeugen von hoher Präzision und Sorgfalt im Umgang mit dem Naturstein.

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