DNV – Stellungnahme zum Grabmal

12.01.2026: Das Jahr 2025 war für den Kulturraum Friedhof und das damit verbundene Grabmal ein Jahr mit gegensätzlichen Entwicklungen. Mit dem neuen Bestattungsgesetz in Rheinland-Pfalz wurde erstmals stärker auf Menschen Rücksicht genommen, die keinen Bezug zu kirchlichen Bindungen, gesellschaftlichen Werten oder traditionellen Formen der Bestattung haben.

Gleichzeitig gab es bedeutende positive Beispiele gelebter Grabmalkultur.

In Speyer erhielt Helmut Kohl, Bundeskanzler a.D., ein Denkmal aus heimischem Pfälzer Sandstein, das seine Verbundenheit mit der Region widerspiegelt.

In Offenburg wurde für Wolfgang Schäuble, den früheren Finanzminister, ein Grabmal aus Schwarzwaldgranit errichtet. Schäuble lebte über Jahrzehnte am Rand des Schwarzwalds und vertrat den Wahlkreis Offenburg 50 Jahre lang im Bundestag.

Diese beiden Grabmale verdeutlichen die enge Verbindung zwischen regionalem Naturstein und einer würdevollen Erinnerungskultur im öffentlichen Raum – sei es auf Friedhöfen oder in Parkanlagen. Die große Anteilnahme der Bevölkerung in Speyer und Offenburg zeigt, wie wichtig Orte des Gedenkens und der Trauer sind. Sie macht zugleich deutlich, dass die überwiegende Mehrheit an einer Trauerkultur festhält, die Werte und Traditionen bewahrt und gesellschaftlich breit getragen wird.

Kontaktdaten für weitere Informationen:

Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V. (DNV)
Reiner Krug
Sanderstraße 4
97070 Würzburg
0931 / 120 61

info@natursteinverband.de
www.natursteinverband.de
www.grabmalnaturstein.de

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